Nachdem man den Live-Sektor in ganz Deutschland erfolgreich abgegrast hatte, entschied sich die Band, mit dem Einstieg von Gitarrist Gerd Lücking im Jahre 1998 die erste "full length" CD-Produktion zu starten. Die Geburtsstunde der Band COURAGEOUS.
Chris Staubach (voc), Oliver Lohmann (guitar), Jürgen Wieland (bass), Jan Mischon (drums) und eben Neuzugang Gerd Lücking (guitar) zimmerten in den Sommermonaten den ersten Silberling im eigenen - damals noch recht spärlich eingerichteten - Studio ein. Anfang 1999 erschien mit "Listen" das Debütalbum der Frankfurter Formation. Auf diesem Album zeigte sich die Band noch deutlich geradliniger und roher, so dass die 9-Track-CD heute als das bisher metallischste Werk der Gruppe gilt. Es sind die mehrstimmigen Gitarren- und Gesangsharmonien, sowie die schon damals vorhandene Power und Dynamik, die diese CD auszeichnet.
Der Radio-Sender "Hessischer Rundfunk 3" wählte die Band noch im selben Jahr in seiner Sendung "Hard'n'Heavy" zur "besten Newcomerband des Jahres". Das größte Metal-Magazin Deutschlands "Rock Hard" stellte COURAGEOUS mit dem Titelstück "Listen" als "eine der besten Bands ohne Deal 2000" vor.
"On The Road" präsentierte sich die Band innerhalb von zwei Jahren in ganz Deutschland und supportete dabei u.a. Bands wie Metal Church, Rage, Thunderhead, Eisregen, Third Moon und Avalon. Mit diesen zahlreichen Konzerten konnte das Quintett ihren Ruf als eine der besten Live-Bands stetig untermauern. Mitten zu den Aufnahmen des Zweitwerks gewannen COURAGEOUS einen Nachwuchswettbewerb, den das Szenemagazin "Heavy, oder was?!?" und die Ludwigsburger Rockfabrik ausgerufen hatten. Damit eroberten die Frankfurter ihren Billingplatz auf dem "Bang Your Head 2001", wo man sich unter anderem mit Bands wie Judas Priest, Megadeth, Dee Snider, Vicious Rumors, Kreator, Stratovarius, Savatage und Armored Saint eine Bühne teilte. Eine atemberaubende Show.
Nur wenige Tage später wurde in den "Black Solaris Studios" unter der Regie von ex-Grave Digger Gitarrist Uwe Lulis (jetzt Rebellion) die zweite CD "Remember" gemastert. Auf diesem Werk gehen COURAGEOUS noch komplexer, noch brachialer, noch grooviger, noch druckvoller, noch dynamischer und noch melodischer zur Sache. Hier findet das Bangerherz neben Nackenbrechern wie "Scared", "Sudden Death" und "Brothers In Mind" auch epischere Nummern weit jenseits der sieben Minuten ("Rebirth", "The Prince", "Remember").
COURAGEOUS hatten sich gleichermaßen weiterentwickelt wie sie sich treu geblieben sind. Ein Album, welches nach mehrmaligem Hören seine ganze Vielfalt entwickelt, was die Kritiker zu wahren Begeisterungsstürmen hinriss. Neben Soundcheckplatzierungen in den unzähligen Metalmagazinen Deutschlands (Platz 15 im Rock Hard - als "unsigned band"!!) wurde "Remember" im (Metal) Hammer zur "Eigenproduktion des Monats" und im Break Out zum "Tipp des Monats" gekürt. Die zahlreichen Online-Magazine überschlugen sich mit ihren Lobeshymnen und hievten die Frankfurter damit zum "Underground-Geheimtipp".
Im Anschluss rockten COURAGEOUS erneut zahlreiche Shows mit unter anderem Tankard, Angel Dust, J.B.O., The Traceelords und auf der Summer-Breeze Warm-Up-Show mit Blackened und Edenbrige. Auch reiste man für drei Wochen mit den befreundeten Bands Perzonal War und Red To Grey durch die Lande, um auch wirklich jedem das neue Material um die Ohren zu blasen.
Nach Beendigung der Vorabproduktion zum dritten Album konnte man einige Plattenfirmen auf sich aufmerksam machen. Den Zuschlag erhielt das legendäre belgische Kultlabel Mausoleum Records, die unter anderem Anfang der Achtziger Jahre das Debütalbum "Burning The Witches" von WARLOCK auf den Markt brachten. Mit viel Rückenwind und voller Euphorie begannen COURAGEOUS im Herbst 2003 die Arbeiten zu "Inertia". Neu für die Band war dabei die Tatsache, dass man die Scheibe zum ersten Mal zum Mischen in fremde Hände geben sollte. Die Wahl fiel auf die "Roasting House Studios" in Schweden und Produzent Anders "Theo" Theander, der unter anderem bereits mit PAIN OF SALVATION gearbeitet hatte und dabei die Musiker überzeugen konnte.
Da Theo jedoch ein sehr gefragter Mann ist, musste man auf freie Termine warten und dadurch den Veröffentlichungstermin der Scheibe mehrmals verschieben. Letztendlich wurde "Inertia" am Montag, 22. November 2004 europaweit veröffentlicht.
Die Musik der zwölf Songs auf dem nunmehr dritten Album ist eine konsequente Verschmelzung von Moderne und Tradition, Melodie und Power, Verspieltheit und Geradlinigkeit, Mystery und Realität, Eigenständigkeit und Eingängigkeit, jenseits von Trends und Anbiederungen. Sie führen das Publikum durch reale Höllen und wieder zurück in fiktive Wirklichkeiten. Eine Achterbahnfahrt durch die Abgründe der menschlichen Seele bis hin zum Ende des Kreises und dem Albtraum hinter dem Glück. Die Musik besticht mit einem unglaublichen Gespür für große Melodien, technischer Raffinesse und erhaltenen Ecken und Kanten, die das Gesamtwerk lebendig und in keiner Weise steril werden lässt. Die experimentelle Phase der Band war vorbei, die zwölf Songs auf "Inertia" sind kompakt, griffig und kommen jederzeit unaufhaltsam auf den viel zitierten Punkt. Bei aller Härte und Energie, die den jeweiligen Song auszeichnen, sind es die atemberaubenden Refrains und Harmonien, die sich nachhaltig in den Gehirnwendungen festsetzen und dort auch für eine extrem lange Zeit verweilen.
Die Musik ist und war für die Band immer das Wichtigste. Keine Anbiederung an einen Trend oder Klischee, auch wenn man damit manchmal aneckte bzw. zwischen allen bekannten Stühlen saß. Es muss unglaublich heavy und auf gewisse Weise auch nachvollziehbar sein. Melodien und Hooklines sind das Salz in der Suppe. Extreme musikalische Limitierungen gibt es nicht. Nur wer seinem Herzen folgt, bleibt sich für immer treu - und das COURAGEOUS-Herz schlägt auf jeden Fall metallisch !!
Während den Aufnahmen hatte die Band noch ein Erlebnis der ganz besonderen Art: Während der "Enemies Of Reality"-Tour von NEVERMORE und ihrem Gastspiel in der ausverkauften Frankfurter Batschkapp wurde die Band COURAGEOUS eingeladen, für die kurzfristig erkrankten ARCH ENEMY einzuspringen. An diesem Abend konnte das Quintett nicht nur das Publikum des Headliners überzeugen, sondern die Band aus Seattle gleich mit. Ein unvergesslicher Abend.
"Inertia" schlug in der europaweiten Medienlandschaft wie eine Bombe ein. Zwar blieben die ganz großen Spitzenpositionen in den einschlägigen Printmedien (noch) aus, dafür schrammten sie bei starker und etablierter Konkurrenz nur knapp an den Top-Ten-Platzierungen vorbei. Ein Umstand, der aufgrund der euphorischen Kritiken nicht sehr stark ins Gewicht fiel. Gar war von der "Zukunft des Heavy Metal" die Rede. "... "Inertia" schleicht sich mit hypnotischen, kunstvoll aufgebauten Tracks unter die Haut, variabel, chronisch unberechenbar, in jeder Faser hochqualitativ ..."(Break Out), "… so hat das südhessische Quintett nun endlich das Meisterstück seiner bisherigen Karriere abgeliefert, die Reifeprüfung, die Quintessenz seines musikalischen Daseins ..." (powermetal.de) oder "… ebenso wie die Truppe aus Seattle bieten die Hessen abwechslungsreichen, melancholischen und vielschichtigen Thrash- und Power-Metal auf hohem technischen Niveau mit variantenreichem und ausdrucksstarkem Gesang …"(Rock Hard) sind nur einige wenige Belege dafür.
Im Januar 2005 bereisten die Hessen mit den Ungarn SUPERBUTT die Republik, um im Anschluss diverse lokale Festivals zu headlinen, die ihnen auch einige Radio- und Fernsehauftritte verschafften. Leider lernten COURAGEOUS danach auch die Schattenseiten des Business kennen, denn in kürzester Zeit wurden zwei bestätigte Europatourneen gekippt. In beiden Fällen mussten die jeweiligen Hauptbands aus verschiedenen Gründen die Rundreise absagen. Da auch die Festivalsaison ohne vorherige mediale Präsenz fast ohne die Band über die Bühne ging, hatten die Musiker genügend Zeit, um sich dem Songwriting für die neue Scheibe zu widmen.
Im Oktober wurde man von den Hörern des Radiosenders "YOU FM" zur besten Band des Rhein-Main-Gebiets gewählt. Umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass sich COURAGEOUS als einzige Metalband gegen ausschließlich Mainstreambands durchsetzen konnte. Das Festival mit anschließender Überreichung des "Golden You" war dann auch ein wahrer Triumphzug. Heavy Metal is still alive!
Ende des Jahres begab sich die Band in die "Black Solaris Studios" in Frankfurt am Main, um unter der Regie von Uwe Lulis (REBELLION, ex-GRAVE DIGGER) die neue Scheibe einzuspielen. Dabei genossen COURAGEOUS alle Freiheiten und schlossen im Frühjahr 2006 die Arbeiten und den Mix an "Downfall Of Honesty" ab. Da es für einen sinnvollen Release vor den Sommerfestivals nicht mehr reichte, wurde die Veröffentlichung aus Businessgründen in den Herbst geschoben.
Eine Zwangspause, die COURAGEOUS mit etlichen Konzerten (u.a. spielte man mit VICIOUS RUMORS, DORO und NEVERMORE) und kleineren Festivals überbrückte.
Am Freitag, 13. Oktober 2006 ist es nun soweit: Die neue Scheibe "Downfall Of Honesty" erscheint weltweit. 11 neue Songs, die noch kompakter und eingängiger, auf der anderen Seite aber auch noch kantiger und variabler daherkommen. Eine Kombination, von der sich alle ab Mitte Oktober selbst überzeugen können. Im Anschluss gehen COURAGEOUS ab dem 31. Oktober gemeinsam mit BEYOND FEAR und VICIOUS RUMORS auf ausgedehnte Europatournee. A Triple Metal Attack!!
To be continued .... Oktober 2006